Einbildungstyrann | Ursprungsgedicht

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Opfergabe, Abgrund, verfälscht, dein Gesicht an meinem.

Die Spucke auf meiner Haut. Deine Finger an meinem Kiefer.

Ich ertrage dein Geschreie. Dein ganzer Körper bebt mir ins Gesicht.

Alles überträgst du auf mich. Ich denke immer dass du dich zusammenreißen kannst

Wenn du musst. Doch du suchst ein Publikum. Liebst die Verängstigung.

Das Zurückschrecken. Wir springen und fallen, wir Kinder.

Ich schäme mich so für dich. Spüre wie erleichtert sie sind dass du nicht ihr Vater bist.

Und ich bleib zurück. Inmitten deiner Urgewalt. Deiner Despotenfratze.

Du bist mir so lästig. Alle hast du uns mitgerissen in deinen kranken Kopf.

Mit meiner Willenskraft hast du nie gerechnet.

Der Boden tobt, schlägst um dich, verfluchst uns und die Welt.

Und wir verinnerlichen dein zerbrochenes Selbst, deine Vergiftung,

Und du nennst es Fürsorge.

Photo by Pegah on Pexels.com

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