Kindliche Zeilen | Körpererwartungen | Vorahnungen | Ein Gedicht

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Du hast dir das kleine starke Mädchen ausgesucht.

Hast dir gedacht, die geht schon nicht kaputt.

Die hält mich länger aus.

Doch du dachtest nicht dass sie als Kind die Worte finden würde, die Aussprache.

Was war in dir drin und ist jetzt in mir?

Was treibst du bloß?

Das Leben, ein anstrengendes Widersetzen.

Findest mich hässlich, das Kleinkind, fasst mich trotzdem an.

Irgendeiner muss es doch tun.

Viele tun es. Das Mädchen lernt es zuzulassen.

Der Frauenblick auf den Boden gerichtet.

Der steife Schwanz.

Die Männeraugen die fast aus dem Kopf rollen.

Ich schaue meine Füße an, es wird gespielt.

Er überträgt sich. Der kranke Sack.

Der mir alle Männer verwüstet.

Du hast aus der Neinsagerin eine Jasagerin gemacht.

Aus dem Mädchen das tritt und schreit.

Ein Kind das aushält, zulässt, Männerhände an sich ranlässt,

Musst nur fragen, die ist ganz lieb, die beißt nicht mehr.

Und du sagst ganz stolz, ich war doch immer da für dich,

Wenn es dir schlecht ging, so als gäbe es deine Verbrechen nicht.

Photo by Sunsetoned on Pexels.com

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