Der Blick Ins Leere: Ein Gedicht

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Mit toten Augen saßt du da,

Tod im Haar,

Hast dich aufgebäumt, ein letztes Mal,

Getrunken, fast verschwunden, so verwundet,

Stets, schon immer, die toten Augen,

Ausgelaugt, in die Leere starrend,

Ins Nichts tauchend, du,

Wenn man zu dir sprach,

Wenn man dich zurückholen wollte,

Lass mich in Ruhe, die verstorbenen Augen,

Manchmal kam ein Flackern, kam Licht,

Zurück zu dir, unter deine Haut, die duftende Wärme

Die ich so liebte, die mir für immer fehlen wird,

Du hast es nie geglaubt, dass du nicht tot warst für uns,

Dass du gestrahlt und uns jeden Tag verschönert hast,

Niemals hättest du das gedacht,

Mit deinen toten Augen, die Sehnsucht war schon weg,

Der Tod breitete sich im Körper aus, saugte und saugte,

Dich ein und weg, die Augen auf,

Sitzend, der Oberkörper, du noble Frau,

Warst weg, die Augen in der Leere, im Nichts,

Man hat dich ausgesaugt, hat dich genommen,

Die Leere hauchte unter deiner Haut

Und du warst nicht mehr zu finden in deinen Augen,

Leer, die schönen blauen Augen, du warst des Lebens müde

Und hast dich hingegeben, du, im Bett Aufgebäumte, die ich

Noch immer liebe.

Photo by Min An on Pexels.com

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