Die verkalkten Brüste presste sie zusammen

Und zuckte vor Einsamkeit und Verlangen.

Die kindlich-schmutzigen Zehen hingen in der

Dunkelheit und kühl hielt sie Ausschau nach

Der verlassenen Muttergestalt, dem Zerstörerdrang

Des Vaters, die unvollendeten Momente der familiären

Zyklen. Sie eiferte dem Bilde ihrer Schwester nach,

Dem  dazugehörigen Körper, die stumme Eindringlichkeit,

Das Entrinnen der Lust, die Schweigsamkeit der Frauenkleider.

Sie zerrte ihren Schädel aus dem Fenster, auf Zehenspitzen.

Der Zorn erhitzte den Raum, holte ihre Träume ein und schikanierte.

Die glühende Luft ihrer ausgeatmeten Gedankenwelt landete in

Dem Wolkengespinst und sie fühlte sich verlassen, geleert, verzehrt.

Die kargen Stöße aus der Unterwelt, von hinten, angeschlichen und

Verbrannt, stigmatisierend, sich ins weibliche Gedächtnis einreihend.

Sie nagt an ihrem eigenen Fleisch und wünscht sich sie bestünde nur

Aus Haut und Knochen -ließe er sie dann in Ruhe?- die Stirn auf dem

Sumpfigen Unterarm, die gelehrte Figur der Traurigkeit, der Penetrierbarkeit,

Der verkrüppelten Entfaltung, die Lippen, die Sanften, die erwachsene

Verharmlosung, die Lieder der Vorfahren und Gefährten. Sie bettelt um

Auferstehung, spricht zu unsichtbaren Wegbegleitern während ihre

Fingernägel sich ihren Schmerz aus dem Leib schreien.

woman wearing tube top
Photo by John Vasilopoulos on Pexels.com

 

 

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