Die Verkommenheit der Scharfschützin

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Irgendwo muss man sie verloren haben.

Dieses starrsinnige Mädchen das sich zutiefst an die

Vergangenheit fesselt und betet ohne den Mund zu

Öffnen. Sie prügelt ihre Erinnerungen und stopft alles

In sich herein ohne sich zu ernähren. Und sie hängt

Immer hilfloser an ihrem eigenen schwachen Faden.

 

Man hat sie bestohlen und sie hebt sich nicht mehr.

Redet mit den Wänden ihrer Gedanken und lässt sich

Ertränken. Alleine tanzt sie nun im Raum und wartet auf

Eine Antwort aus dem Nichts. Sie kann es nicht fassen, dass

Sie immer noch dieselbe ist und gegen ihre eigene Haut rennt.

Sie will sich selbst zerreißen während sie von Selbstliebe spricht.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Zorka in Lilac Dress” by József Rippl-Rónai (1861-1927)

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