Es wird einem weisgemacht, dass auf Friedhöfen Friede herrscht.
Ich denk an dich und ersticke fast, dann sehe ich die verwesten Bilder,
Das vertonte Gelächter, das entfaltete Gesicht, das kauernde Herz ohne Buchstaben.
Da stocherst du nun herum, steckst sie an, malst alles in weiß und tust so
Als gäbe es nichts anderes. Willst du zu mir? Wirfst mit Steinen?
In meinem Körper wird etwas gewürgt, umgestoßen, zur Leidenschaft gezwungen.
Du und deine Geschichten, deine Langeweile und Habgier.
Du musst immer wieder alles einfangen, die Flechten halten es nicht aus bei dir.
Du wickelst die Gutgläubigen immer wieder um denselben Finger;
Riechen die denn nicht wie sehr er in sich zusammenbricht?
Was bist du für ein Mensch? Ich habe an deine Menschlichkeit geglaubt,
Vielleicht viel zu lange, vielleicht in ein Bild das dir gar nicht entspricht,
Habe mich selbst verblendet und in die Ewigkeit verbannt.
Ich ließ alles in Flammen aufgehen, was war denn da noch außer Unehrlichkeiten?
Vielleicht ein Schmerz der uns beide miteinander verband bis sich einer losriss.

“Love in a mist” by Sophie Gengembre Anderson (1823-1903)