Da steht sie nun, die törichte Statue der Schaustellung.

Alle starren sie rum und denken an nichts.

So sieht der Albtraum aus. Ohne Farbe, nur grelle Geräusche.

Hör mir doch nicht zu, du hast deine eigenen Sinne verloren und verlernt.

 

Zieh mich nicht zu dir hin.

Ich will woanders leben, das wirst du nie verstehen.

Ich verstehe es selbst nicht, denn Glück, wo hängt das rum?

Liegt es an mir, hab ich es denn schon geschafft?

 

Wie ich so in meinem Bett liege und an Leichen denke,

An die Sonne, die Haut, die Elastizität und die Liebe, voller Blumen.

Irgendwann wurde es dunkel.

Und ich muss immer alleine aus dem Loch,

 

Obwohl mich immer jemand rein stößt und dabei einen Lachkrampf erleidet.

Deine Wangen gehören einem Kind, das kann schon Angst einflößen,

Wie du das verdrängst und in die Ecke drängst und kehrst als wäre es nie gewesen.

So eine Seele wie deine drückt mir die Kehle zu, da will ich nicht hinsehen.

 

Sie teilt zuviel, ja, das gibt es auch.

Da gefriert jeder, du bist zu kalt, zu eng, zu erbarmungslos.

Deine Stimme lässt jeden zusammenschrecken.

Vor allem ich, denn ich entstand aus dir.

Bernhardt,_Sarah_(1844-1923)_-_1875_-_ritratta_da_Abbema,_Louise_(1858-1927)

“Sarah Bernhardt in 1875” by Louise Abbéma (1853-1927)

 

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