Du hast sie dort liegen lassen.

Einfach so.

Ich hab nun zur Sprache wiedergefunden.

Du Scheusal. Das steht dir gut. Die Baracke.

 

Du hast sie verkümmern lassen.

In einem Haus aus Glas.

Vernebelung.

Lass sie doch nicht so stehen im helllichten Licht.

 

In deinem Gebirge aus modrigen Knochen.

Machst du sie zur elenden Geisel.

Sich an der Liebe festkrallend.

Ein Feuerwerk das den Himmel durchquert und nicht in Ruhe lässt.

 

Und doch bringst du sie zum Schwinden.

Die Muttersprache die ihr angehört.

Die das Urherz zerbrach.

Und dann kamst auch du dazu, mit deinem teuflischen Hammer, wie du wedelst.

 

Deine Krallen in Helenas Fleisch.

Lass sie erröten denn sie ist fuchsteufelswild.

Nie wirst du sie zunichtemachen.

Sie entreißt dir die Fäden der Missgunst und du stehst nackt vor einem Publikum

Das erkennt dass du der Liebe unfähig bist.

Ihre abgelaufene Aufmerksamkeit unverdient.

‘Helenas Verkümmerung’ Recital on YouTube

Lawrence_Alma_Tadema_-_Mary_Magdalene_-_1854_-_Rijksmuseum_Amsterdam_(spotfree_version)

“Mary Magdalene” by Lawrence Alma-Tadema (1836-1912)

 

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