Dem grellhäutigen Frauengesicht lief der Rotwein in Trümmern aus dem Mund.

Ein Gesindel, entrückend, brodelte unter ihren lasterhaften Augäpfeln.

Sie starrte in die Vergangenheit und zählte die anwesenden Geister, ihre beklemmenden

Backen zitterten waghalsig umher und ihre Lippen verweigerten den Verschluss.

 

Sie ziepten an ihr herum, den Haaren, die Lästertanten, die verfangenden Nägel,

Ans Eingemachte gehen sie. Knabbern und foltern, krächzen und stöhnen,

Und lassen sich nicht vertreiben, denn sie haben ihre Mahlzeit gefunden und halten an

Ihr fest, an der, die das Blut spuckt und die Augen aus Kummer und Trug verschließt.

 

Die weibliche Ruine, das Gesicht gelähmt und die zerfleischenden Worte

Summen umher, rattern, prasseln und prägen sich ein, die scheinheiligen

Violinen, die fletschenden Saiten. Die mordenden Hälse der Propaganda,

Das leere Geschlecht und das tobende Hirn, sinnentlarvt und töricht.

 

Sie stolzieren und flanieren, die Herzen entlang, die Furore in der Hand.

Stoßen auf jedermanns Grenze und das Gelächter kriselt und schnappt auf.

Sie schwimmen in der Luft und stehlen die Selbstliebe, die reichhaltige Nahrung.

Die armseligen Gespenster, die jeder zurücklässt, weil sie ins Erschöpfte gehören.

Woman_with_an_Orange

“Woman with an orange” by Jules Lefebvre (1834-1912)

 

 

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